Torpedoboot Luchs Titel

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Torpedoboot "LUCHS"

u.a. 2. Torpedobootsflottille

Stapellauf am 15.3.1928 auf der

Marinewerft Wilhelmshaven.

Besatzungsstärke: 120 - 129 Mann

Gewicht, voll ausgerüstet: 1320 ts

Minensuch Abzeichen



Ansicht: Das Torpedoboot Luchs von der Seite



Die Kommandanten:

Torpedoboot Luchs: Achterschiff und Back

Am 15.4.1929 wurde LUCHS in Dienst gestellt und unternahm bis zum 27.6.1929 Probefahrten. Nach derTeilnahme an einer Mittelmeerreise mit der Flotte im Frühjahr 1930 sowie einer Sommerreise in norwegische Gewässer 1931, stellte das Boot am 1.10.1932 ausser Dienst.
Mit neuer Besatzung sowie ausgerüstet mit drei neuen 12,7 cm Geschützen, wurde am 5.10.1933 wieder Flagge und Wimpel gesetzt.

Torpedoboote im Verband


Die Mannschaft des Torpedobootes Luchs


Vorderes Geschütz

Torpedoboote an der Blücherbrücke


Im Juli 1934 besuchte das Schiff im Verband mit "Leopard" Wiborg (Viipuri) in Finnland.

Vor der Ausfahrt
Hafeneinfahrt von Viipuri
Leopard und Luchs haben festgemacht
Die Mannschaft besichtigt die Stadt Viipuri

Bordfest mit finnischen Offizieren und Mannschaften

Marsch zur Kranzniederlegung

Heldengedenkfeier in Viipuri


Die "Luchs" gehörte zur 2.T-Halbflottille, welche mit Wirkung vom 1.10. 1935 in 2. T-Flottille umbenannt wurde. An der Zusammensetzung des Verbandes änderte sich nichts.

1936, - der Spanische Bürgerkrieg hatte schon begonnen - gehörte "Luchs" zu den vier Booten der 2. T-Flottille, die als erste Welle zusammen mit dem Kreuzer "KÖLN"

Der Kreuzer Köln

unmittelbar nach den Panzerschiffen "Deutschland" und "Admiral Scheer" im Juli/ August 1936 in spanische Gewässer entsandt wurden.
Ein weiterer Einsatz erfolgte im Oktober-November 1936.

Nach Ausbildungs- und Werftliegezeit fuhr "Luchs" wieder im Mai/Juni 1937 und später im Juli-September 1937 zu Einsätzen nach Spanien.


nach Spanien

Nachdem das Panzerschiff "Deutschland" vor Spanien von rotspanischen Einheiten bombardiert wurde - wobei es viele Tote und Schwerverletzte gab -, lief "Luchs" zusammen mit dem Panzerschiff"Amiral Scheer"


im Verband - bei Nacht

Amiral Scheer Admiral Scheer - andere Ansicht


im Verband

und anderen Einheiten am 31. Mai 1937 zum Vergeltungschlag gegen die Stadt Almeria auf. Zusammen mit drei anderen Booten der 2. T-Flottille wurde eine rotspanische Strandbatterie vor Almeria niedergekämpft.

Beschiessung - Spanien

Beschießung 2


Spanienkreuz mit Schwertern in Bronze

Nach dem Spanieneinsatz holte "Luchs" am 23.9.1937 Flagge und Wimpel nieder.

Nach mehreren Veränderungen in der Gliederung der T-Flottillen und nach der Teilnahme am Flottentorpedoschiessen, nahm das Boot aus Anlass des Stapellaufes des schweren Kreuzers "PRINZ EUGEN" an der Flottenparade vor Hitler und dem ungarischen Vizeadmiral Horthy im August 1938 teil.
Beim Stapellauf des Schlachtschiffes "Bismarck" am 14.2.1939 lag das Boot in Hamburg.

Mit Wirkung vom 4.4.1939 wurden die 4. Und 6. T-Flottille zur 6. T-Flotille zusammengelegt, die kurz vor Ausbruch des 2. Weltkrieges an der Überwachung des Schiffsverkehrs der Ostsee beteiligt war.
Nach Kriegsausbruch wurde "Luchs" u.a. im Handelskrieg und zu Sicherungs- und Geleitaufgaben eingesetzt.

Mit Beginn der Unternehmung "WESERÜBUNG" und der Besetzung Norwegens begann für die "LUCHS" ein pausenloser Einsatz.

Zunächst wurde das T-Boot der Schiffsgruppe 4 zugeteilt. ( Ltg KzS Rieve).

An Bord der "Luchs" machte der Führer der Torpedoboote, Kzs. Bütow, den Einsatz gegen Norwegen mit.

Die bei der Landung der Truppen starken Widerstand leistende Festung Odderoe wurde durch Einsatz von Luftwaffe , starken Marine-Einheiten - wobei auch die 12,7 cm Geschütze der Torpedoboote eine Rolle spielten, niedergekämpft und die Truppen konnten gelandet werden.

Sofort nach Beendigung des Unternehmens- am 9.4.1940 - trat "Luchs" im Verband mit dem Kreuzer "Karlsruhe" und anderen Einheiten den Rückmarsch nach Kiel an.

Kaum auf offener See, erhielt der Kreuzer "Karlsruhe" einen Torpedotreffer durch ein englisches U-Boot ( "Luchs" konnte diesem ausweichen!) und mußte aufgegeben werden. "Luchs" übernahm 350 Mann der Kreuzerbesatzung und konnte diese nach Kiel bergen.

Unmittelbar danach lief "Luchs" am 11.4.1940 wieder aus, um dem Kreuzer "Lützow" bei Skagen zur Hilfe zu kommen, der dort nach einem Torpedotreffer manöverierunfähig lag.

Einen erneuten U-Boot-Angriff konnte die "Luchs" abwehren und so konnte die "Lützow" am 13.4.1940 in Kiel eingebracht werden.

Danach ging "Luchs" in die Werft und zu Ausbildungen bis zum Juli 1940.

Nach erneuter Verlegung nach Norwegen, bekam "Luchs" den Auftrag, am 26. 7. 1940 zusammen mit anderen Einheiten Geleitschutz für die stark beschädigte "GNEISENAU" zu leisten.

Obwohl die Luftwaffe ein feindliches U-Boot gemeldet hatte, umging der Verband die
Gefahrenzone nicht. Das sich im Gebiet befindliche englische U-Boot "Thames" konnte mit einem Torpedo zum Schuss gelangen. Dieser war für die "Gneisenau" bestimmt, traf jedoch die sich in Schusslinie befindliche "LUCHS" in Höhe der Kesselräume vor dem achteren Schornstein. Nach heftiger Detonation zerbrach das Boot und das Achterschiff versank in weniger als einer Minute. Das Vorschiff folgte 2 Minuten später.

Von 156 Mann Besatzung konnten nur 53 Besatzungsmitglieder durch die T-Boote "Iltis" und "Jaguar" gerettet werden.

© Klaus Lorenzen

© Fotos: Klaus Lorenzen

Lith.: Hildebrand/Röhr/Steinmetz

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