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Die Kommandanten:
KzS Ciliax
1.39 - 10.39
KzS Hoffmann (Kurt Caesar) 10.39 - 3.42
KzS Hüffmeier
4.42 - 10.43
KzS Hintze (Fritz)
10.43 - 12.43Scharnhorst-Album
Stapellauf: 3.10.1936, Marinewerft Wilhelmshaven
Schiffsart und -klasse: Schlachtschiff
Sog. "Scharnhorst-Klasse"

Besatzung: bis zu 1840 Mann
Gewicht, voll ausgerüstet: 38 900 ts
Länge: (nach Umbau mit Atlantik-Bug)
234,9 m, Breite: 30 m, Tiefe: 9,91 m
Turbinenantrieb, 31 Kn
Bewaffnung: Neun 28-cm-Kanonen in Drillingstürmen,
zwölf 15-cm-Kanonen in Doppeltürmen und Einzellafetten, vierzehn 10,5 cm Flak in Doppellafetten, sechzehn 3,7 cm-Flak in Doppellafetten,
bis zu 38 2-cm-Flak,
6 Torpedorohre 53,3 cm
1 Katapult für vier "Arado 196" Seeflugzeuge
Abzeichen


Selten hat es vor und nach einer Kiellegung so viele Probleme und Änderungen gegeben, wie bei den Schwesterschiffen "Scharnhorst" und "Gneisenau". Ursprünglich wurde bei beiden Schiffen am 14.2.1934 der Kiel gestreckt. Bedingt durch die Versailler Verträge war zunächst die Armierung beschränkt. Nach deren Kündigung durch Hitler und nach Forderungen der Marineführung nach schwereren Geschützen und größerer Standfestigkeit, änderte Hitler seine Einstellung und am 15.6.1935 wurde zum zweiten mal der Kiel gestreckt.
Am 3.10.1936 lief das Schlachtschiff "Scharnhorst" vom Stapel. Die Taufrede hielt Der damalige Reichskriegsminister GFM v. Blomberg. Die Indienststellung erfolgte unter der Führung des damaligen Kapt.z.See Ciliax am 7. Jan. 1939.
Scharnhorst-das Schiff 1
Scharnhorst-Schiff und Besatzung
Scharnhorst-Mannschaft angetreten
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Scharnhorst-Bordflugzeug
Scharnhorst-Bordflugzeug 2
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Scharnhorst-Bordflugzeug in der Luft


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Bis Kriegsausbruch erfolgten Erprobungsfahrten, einschließlich einer Atlantikfahrt.
Dabei wurde festgestellt, dass - genau wie auf dem Schwesternschiff "Gneisenau" - ein Umbau des Stevens erforderlich wurde, da überkommende Seen den Turm A behinderten. Außerdem konnte durch den Umbau die Geschwindigkeit des Schiffes erhöht werden.
Die Arbeiten erfolgten im Juli / August 1939, danach hatte also auch die "Scharnhorst den sog. "Atlantikbug".
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Noch zu Friedenszeiten stattete Hitler der "Scharnhorst" einen Besuch ab. Bei diesem Anlass wurde der Oberbefehllshaber der Marine GenAdm. Dr. h.c. Raeder am 1.4.1939 zum Großadmiral ernannt.
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Scharnhorst-schwere See Zum ersten Kriegseinsatz kam "Scharnhorst" unter der Führung von VAdm. Marschall auf "Gneisenau" in der Zeit vom 21. bis 27.11.1939. Hierbei versenkte "Scharnhorst" den britischen Hilfskreuzer "Rawalpindi".
Technische Mängel machten sich trotz Umbau und Atlantikbug bemerkbar, denn Turm A fiel bei überkommender See aus.
Bei der Besetzung Norwegens im April 1940 nahm "Scharnhorst" zusammen mit "Gneisenau" unter der Führung von VAdm. Lütjens (stellvertr. Flottenchef) an Bord von "Gneisenau" als Deckungsgruppe teil. Bei einem Gefecht mit dem britischen Schlachtkreuzer "Renown" erlitt "Scharnhorst" keine Schäden und konnte am 12.4.40 wieder ihren Heimathafen anlaufen.
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Am 4.6.40 lief "Scharnhorst" zusammen mit "Gneisenau", "Admiral Hipper" sowie 4 Zerstörern von Kiel zur Operation "Juno" aus. Die Schlachtschiffe vernichteten den britischen Flugzeugträger "Glorious", die Zerstörer "Ardent" und "Acasta" sowie den Tanker "Oilpioneer". Bei diesem Gefecht mußte die "Scharnhorst" einen Torpedotreffer von "Acasta" hinnehmen, der das Schlachtschiff an Steuerbordseite unterhalb des Turmes Cäsar traf. Hierbei fanden 48 Männer den Tod. Ca. 2500 t Wasser drangen in das Schiff ein. Der Verband lief in Drontheim am 9.6.40 ein. Hier wurde das Leck an "Scharnhorst" durch das Werkstattschiff "Huascaran" provisorisch abgedichtet.
Am 20. 6. 40 lief das Schiff unter starker Sicherung durch Zerstörer nach Kiel zur endgültigen Reparatur. Ein geplantes Auslaufen zusammen mit "Gneisenau" am 28.12.40 - nach erfolgter Reparatur - musste aufgegeben werden, da sich "Gneisenau" Seeschäden zugezogen hatte.
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Ein erneuter Durchbruch in den Atlantik erfolgte am 22.1.1941 unter der Führung des VAdm. Lütjens.
(Auf "Gneisenau")
Es folgte ein erfolgreicher Handelskrieg, bei dem insges. 22 Schiffe mit 115 600 BRT versenkt wurden. Hiervon gingen 8 Schiffe mit 49 300 BRT auf das Konto der "Scharnhorst".
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Am 22.3.1941 liefen die Schiffe in Brest ein.
In Brest lagen "Scharnhorst" und "Gneisenau" zusammen mit anderen Einheiten von März 1941 bis Februar 1942. Ständig versuchten die Briten durch Bomber-Einsatz die Einheiten zu zerstören oder wenigstens eine Minderung der Einsatzkräfte zu erreichen. Dabei wurde das Schiff mehrfach getroffen. Am 1.6.1941 kam der schwere Kreuzer "Prinz Eugen" (siehe Seite über den Schweren Kreuzer Prinz Eugen) noch hinzu. Wegen der ständigen Angriffe und um eine Störung der alliierten Nachschubwege durchzuführen, wollte Großadmiral Raeder die Schiffe nach DAKAR verlegen. Dies war gegen Hitlers Pläne, der eine Verlegung nach Norwegen verlangte, um die Erzzufuhr nach Deutschland zu sichern.
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Am 12.1. 1942 entschied Hitler die Verlegung und gleichzeitig den Durchbruch durch den Kanal, welcher unter dem Decknamen "Operation CERBERUS" stattfinden sollte. Am 11.2.1942 lief dieses gewagte Unternehmen an, nachdem alle möglichen Vorbereitungen im Geheimen getroffen waren und der Gegner auf vielen Gebieten getäuscht wurde. An Bord der "Scharnhorst" schiffte sich als Führer des Unternehmens der Befehlshaber der Schlachtschiffe,
VAdm. Ciliax ein. Weitere Einzelheiten auch auf unserer Seite zur "Prinz Eugen".
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Eine Kette von glücklichen Umständen verhinderte ein frühzeitiges Erkennen des Unternehmens durch die Briten und so befand sich der Verband am nächsten Tag , dem 12.2.1942 bereits in Höhe von Cherbourg, ohne bis dahin angegriffen worden zu sein.
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Erst an der engsten Stelle des Kanals,
bei Kap Gris Nez, wurde der Verband erkannt und das Feuer auf diesen eröffnet.
Gleichzeitig starteten britische Torpedobomber ihre Angriffe. Alle Angriffe konnten durch starke Verteidigung der Seestreitkräfte und deutschen Jagdschutz abgewiesen werden.
41 britische Bomber wurden abgeschossen. Die deutsche Luftwaffe verlor 17 Maschinen.
Trotz zuvor eingesetzter Minenräumkommandos erhielt "Scharnhorst" um 15.30 Uhr einen Grundminentreffer und blieb liegen.
Alle E-Anlagen waren ausgefallen. Damit war der Verband führungslos und VAdm. Ciliax stieg auf den Zerstörer Z29 und später auf "Hermann Schoemann" um.
"Scharnhorst" war bald wieder in der Lage, die Fahrt aufzunehmen, erhielt aber um 22.34 Uhr einen weiteren Minentreffer.
Mit ca. 1000 t Wasser im Schiff wurde die Fahrt fortgesetzt und unter Führung durch den Zerstörer "Hermann Schoemann" konnte "Scharnhorst" am nächsten Tag, dem 13.2.1942, Wilhelmshaven erreichen.
"Operation Cerberus" war geglückt
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Nunmehr mußte "Scharnhorst" zu Reparaturen nach Kiel verlegen.
Anfang Januar 1943 war das Schiff wieder gefechtsbereit und sollte zusammen mit "Prinz Eugen" nach Norwegen verlegen.
Der Verband wurde frühzeitig erkannt, weshalb das Unternehmen abgebrochen wurde.
Nach kurzer Liegezeit in Gotenhafen
erfolgte ein erneuter Durchbruch am 8.3.1943 und unerkannt konnte das Schiff mit der Kampfgruppe TIRPITZ in Norwegen in die Bogenbucht verlegen.
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Vom 6. bis zum 9.9. 1943 nahm das Schiff an den Unternehmungen gegen Spitzbergen teil. Am 22.9.1943 wurde die "TIRPITZ "durch britische Kleinst-U-Boote schwer beschädigt. Der Angriff hatte auch der "Scharnhorst" gegolten, konnte jedoch gegen diese nicht durchgeführt werden, da ein Teil der britischen U-Boote aus technischen Gründen ausfiel.
"Scharnhorst" und eine Gruppe von 5 Zerstörern bestanden noch als Kampfgruppe, deren Chef , Adm. Kummetz, sich aber im Urlaub befand. Wegen der schlechten Wetterlage war mit einem Einsatz nicht zu rechnen.
Die Führung der Gruppe hatte vertretungsweise der Führer der Zerstörer, KAdm. BEY übernommen, als am 22.12.1943 Flugzeuge und U-Boote einen nach Russland laufenden Geleitzug ausmachten.
Von welchen Einheiten dieser Geleitzug begleitet wurde, war nicht erkannt worden.
Die kritische Lage an der Ostfront mag wohl den Flottenchef und Gruppenbefehlshaber Nord - Admiral Schniewind - dazu bewogen haben, einen Angriffsbefehl zu geben.
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Auf "Scharnhorst" stieg KAdm. Bey als Kampfgruppenführer ein, nachdem Auslaufbefehl für den 25.12.43 gegeben war.
Von der Aufklärung war nicht festgestellt worden, dass sich starke britische Kampfgruppen auf See befanden, die einen nach und einen von Russland kommenden Geleitzug schützen sollten. Eine wahre Armada, an Kampfkraft weit überlegen.
KAdm. Bey operierte auf den nach Russland gehenden Konvoi JW 55 B. Dabei kam es gegen 9.20 Uhr zu einem kurzen Gefecht mit den Kreuzern "Belfast" und "Norfolk", wobei "Scharnhorst" zwei Treffer erhielt, die zum Ausfall des vorderen Funkmeßgerätes führte.
Bei einem erneuten Angriff erhielten "Belfast" und "Sheffield" Treffer, "Scharnhorst" wurde nicht getroffen. Zu einem Angriff auf den Geleitzug kam es nicht. Vielmehr beabsichtigte KAdm. Bey - nachdem die Zerstörerbegleitung bereits entlassen war, den Rückzug nach Norwegen anzutreten, weil weitere, starke britische Einheiten im Operationsgebiet vermutet wurden. Damit hatte er Recht, denn die Force II unter dem CIC-Home-Fleet gelang es, der "Scharnhorst" den Weg abzuschneiden. Bald schon wurde die "Scharnhorst" durch das Funkmessgerät der "Duke of York" erfaßt und um 16.47 Uhr, am zweiten Weihnachtstag 1943, begann der Endkampf. Um 18.51 Uhr gelang es zwei britischen Zerstörergruppen die "Scharnhorst" in einer Zangenbewegung mehrere Torpedotreffer beizubringen, die die Geschwindigkeit des Schiffes herabsetzten.

Nach mindestens 14 Torpedotreffern und unzähligen 35,6 cm-Treffern sank "Scharnhorst" um 19.45 -19.48 Uhr im Nordmeer.
Nur 36 Mann der Besatzung konnten gerettet werden!

Marineverordnungsblatt - Nachruf Kptn. zur See Hintze

Nachtrag:
Das Wrack der "Scharnhorst" konnte inzwischen gefunden werden. Weitere Informationen hier

Scharnhorst-Seitenansicht des Schlachtschiffs

Kriegsmarine

© Fotos für Internet-Nutzung Klaus Lorenzen
© Text Klaus Lorenzen

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